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Regie: Christopher Nolan
mit John David Washington, Robert Pattinson, Elizabeth Debicki, Michael Caine u.a.
150 Min., USA 2020, FSK 12

Unabhängig davon, ob man Christopher Nolans Filme mag oder nicht, lässt sich allgemein bemerken, dass es bei einigen von ihnen erstaunlich ist, dass es sie überhaupt gibt.
Hinter dem Drehbuch von „Inception“ beispielsweise hätte ein gewöhnlicher Hollywood-Produzent wahrscheinlich nur einen bekifften und größenwahnsinnig verblendeten Filmstudenten mit einer Vorliebe für mathematische Rätselspiele vermuten können. Dass daraus ein Blockbuster mit DiCaprio und einem Budget von 160 Millionen Dollar entstand, ist schon so eine Geschichte, bei der die Traumfabrik ihrem Namen ausnahmsweise gerecht wurde.
„Tenet“ scheint nun tatsächlich die noch größere Singularität zu sein. Diesmal werden über 200 Millionen verbraten und der sogenannte Mindfuck, also das Rätselraten darüber, in welchen räumlichen und zeitlichen Dimensionen das Gezeigte spielt, und wie es sich zu einer um wie viele Ecken gedachten Geschichte zusammenfügt – diese vom Zuschauerhirn konsequent verlangte Leistung, erreicht bei „Tenet“ wieder ungeahnte Höhen.
Aus soziokultureller Perspektive aber ist das Wunderlichste an diesem Film, dass er gerade jetzt in die Kinos kommt, womit wir auch wieder beim gewöhnlichen Hollywood-Produzenten wären. Der hätte wahrscheinlich eher auf ein blindes Pferd mit Holzbein gewettet, als auf die Idee zu kommen, einen dermaßen teuren Film mitten in der Pandemie zu starten. Und nach allem, was man so hört, war es wieder Christopher Nolan, der diese Unwahrscheinlichkeit mit Nachdruck und aus Liebe zum Kino verwirklichen wollte und letztendlich verwirklicht hat. Jetzt muss nur noch die Besucherzahl hoch genug sein, um es ihn nicht bereuen zu lassen – und dann erzählt der magische Ort des Kinos nicht nur wunderschöne Geschichten, sondern wird selbst endlich mal wieder zum Mittelpunkt einer solchen.
Unter diesem Link geht es zur Reservierung!

ACHTUNG:

Für Vorstellungen, deren Zeitangabe in roter Farbe erscheint, sind keine Reservierungen mehr möglich! An der Abendkasse gibt es eventuell noch Restkarten.
Tenet
im CAPITOL
15. - 21. Oktober

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Tenet (OmU)20.3020.30

Das Programm wird wöchentlich erneuert und sofort veröffentlicht. Vorführungstermine, die über den angezeigten Zeitraum hinausgehen, stehen noch nicht fest.

„Tenet” läuft im englischen Original mit deutschen Untertiteln.

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

  1. Besucher

    Das Kino öffnet 30 min vor der ersten Vorstellung. Die Reservierungen verfallen 30 min vor vor der Vorstellung. TENET ist heute die erste Vorstellung, d.h. das quasi alle Reservierungen verfallen!?

    1. admin

      Nein. Wer pünktlich zur Öffnung des Kinos anwesend ist, verliert seine Reservierung für die erste Vorstellung nicht.

  2. Rainer

    Ist das wirklich so, dass man am Platz die Maske anbehalten muss?
    Also, ganz ehrlich, ich schaue mir nicht zwei Stunden einen Film mit Maske an!

    1. K.

      Es lässt sich mit Sicherheit darüber streiten, ob eine Maske am Platz in einem Kino sinnvoll ist oder nicht. Worüber sich allerdings nicht streiten lässt ist, dass sich das CAPITOL&PALATIN diese Regel nicht ausgesucht hat, sondern sein bestes gibt den Gästen trotz der gegebnen Umständen einen schönen Tag zu bescheren. Schade, dass das bei dir in nächster Zeit wohl nicht möglich sein wird.
      Denn, ganz ehrlich Rainer, bei einem so wohlwollenden und hilfreichen Kommentar, sind alle anderen Gäste und die Kassierer*innen wohl nur froh, wenn du tatsächlich zuhause bleibst.

    2. admin

      Tja Rainer, was soll ich sagen, nur weil es Dir nicht gefällt, können, dürfen und werden wir es nicht ändern.

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