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Regie: Sabine Derflinger
mit Alice Schwarzer, Élisabeth Badinter, Jenny Erpenbeck u.a.
100 Min., Österreich/Deutschland 2022, FSK 12

Alice Schwarzer feiert in diesem Jahr ihren 80. Geburtstag. Die Journalistin, Autorin und Verlegerin hat es geschafft, feministische Themen in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Ihre Bücher und die Zeitschrift Emma waren für viele Frauen Inspiration auf dem Weg zu mehr Selbstbestimmung. Für ihre unbeugsame Haltung, Frauenrechte als Menschenrechte zu begreifen, wird die Feministin geliebt und gehasst. Aber wer ist der Mensch hinter der öffentlichen Figur? Was sie geprägt hat und wie sich ihre Ansichten entwickelt haben, erzählt diese filmische Reise in Zeitdokumenten und aktuell gedrehtem Material: Von den frühen Anfängen in Paris, über ihre legendären TV-Auftritte bis heute bei ihrer Arbeit und auch privat.
Der Dokumentarfilm erzählt die Biografie der streitbaren Journalistin und unternimmt eine Reise durch die Geschichte des Feminismus, von der zweiten Frauenbewegung bis heute. In Interviews und Archivmaterial kommen Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter zu Wort, darunter Élisabeth Badinter, Jenny Erpenbeck, Jasmin Tabatabai, Franziska Becker, Henri Nannen, Rudolf Augstein, Margarete Mitscherlich, Simone de Beauvoir und Jean Paul Sartre.
„Alice Schwarzer” lief auf dem DOK.fest München 2022 und gewann den Großen Diagonale-Preis für den Besten Dokumentarfilm auf der Diagonale in Graz.

Alice_Schwarzer
im PALATIN
22. - 28. September

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Alice Schwarzer20.00

Das Programm wird wöchentlich erneuert und sofort veröffentlicht. Vorführungstermine, die über den angezeigten Zeitraum hinausgehen, stehen noch nicht fest.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

    1. admin

      Liebe*r Le

      Für die Leserinnen und Leser zur Erklärung:
      Der oben gepostete Link repräsentiert eine Initiative, die Kinos ermuntert, „Alice Schwarzer” aus dem Programm zu nehmen.
      U.a. heißt es dort:
      „Alice Schwarzer nennt sich selbst eine Feministin. Betreibt aber keinen Feminismus. Feminismus muss intersektional sein. Alice Schwarzer ist rassistisch, äussert sich trans*feindlich und ist gegen selbstbestimmte Sexarbeit. (…)
      Wenn Ihr Euch weigert den Film auszuspielen ist das ein erster Schritt in die richtige Richtung, um sich offen gegen Rassismus, Trans*Feindlichkeit und jegliche weitere Diskriminierungsform zu positionieren.”

      Wir glauben nicht, zu wissen, was Feminismus sein muss. Wir muten uns nicht zu, Alice Schwarzer den Feminismus abzusprechen.
      Offensichtliche Manifestationen von Rassismus sind uns von ihr nicht bekannt, weswegen wir sie auch nicht als Rassistin betrachten.
      Wir würden zudem nur in deutlich triftigeren Fällen überlegen, einen Film zu streichen. Hier kommt das für uns nicht in Frage. Wir glauben daran, dass es weitaus sinnvoller ist, die Leute selbst entscheiden zu lassen, was sie sehen wollen, und wie sie es sehen wollen.
      Wir denken, dass wir weltweit ein enormes Problem mit Rechtsnationalismus und patriarchalen Strukturen haben – nur hat das wohl kaum mit Alice Schwarzer zu tun.

  1. Schell, Heike

    Ich möchte mir als Frau nicht vorschreiben lassen in welchen Film zum Thema Feminismus ich gehen darf und in welchen nicht.
    Das möchte ich mir weder von einem Mann noch von Frauen vorschreiben lassen.
    Jede Frau darf sich selbst ihre Meinung von Alice Schwarzer machen oder nicht?
    Wenn nicht, erinnert mich das doch sehr an „autoritäre Erziehung“ so nach dem Motto „Solange du deine Füße unter meinen Tisch streckst, bestimme ich“
    Nur das es hier heißt: „ Solange du eine Frau bist, erkläre ich dir, was du zu denken hast“
    Genau diese Denke empfinde ich als „frauenfeindlich“.

    1. Zum Kopfschütteln

      Sehr gute Argumentation der Administration!

      “Was mir nicht passt, darf nicht gezeigt werden und ich will auch anderen Leuten verbieten das zu sehen” – ist das die Denke von Le? Na dann gute Nacht Meinungsfreiheit und offene Streitkultur. Selbstverständlich muss man Alice Schwarzer nicht mögen, aber mit dem Ansinnen, einen Film über sie quasi verbieten zu wollen, stellt man sich in die selbe Ecke wie all ihre Kritiker aus dem tiefsten Patriarchat – “tolle” Leistung des “intersektionalen Feminismus”.

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